Schon seit Jahrhunderten besitzen wir Menschen Techniken und Methoden, um Materialien zu verarbeiten. Das wahrscheinlich älteste Material der Welt stellt Holz dar, ein nachwachsender Rohstoff mit vielen positiven Eigenschaften, der zusätzlich leicht zu formen ist. Bereits mit einfachen Werkzeugen, wie zum Beispiel einer Säge, können wir das Holz nach unseren Anforderungen bearbeiten. Schwerer wird es bei Metallen, die eine deutlich größere Härte aufweisen. Durch diese Härte eignen sich Metalle gut für Anwendungen, bei denen große Kräfte wirken. Nachteil dieses Werkstoffs ist auf der anderen Seite aber die Verarbeitung. Man kann ein Metall nicht einfach mit einer Säge bearbeiten. Hierzu benötigt man ein Werkzeug, das eine noch höhere Härte aufweist als das zu bearbeitende Metall. Aber auch hierfür gibt es Mittel und Wege und so entwickelten wir Menschen Maschinen, wie zum Beispiel eine Drehmaschine, mit deren Hilfe wir auch die sehr harten Metalle bearbeiten können. In den letzten Jahren führte der Weg der Technik immer weiter in die Automatisierung, das heißt in die automatische Ausführung von Arbeitsschritten durch Computer bzw. Roboter. Als Ergebnis finden wir in der Metallverarbeitung CNC-Maschinen, die die Arbeit in jeder Hinsicht erleichtern und verbessern. Arbeitsschritte werden schneller, präziser und einfacher ausgeführt. Jedoch können solche CNC-Maschinen für gewöhnlich noch nicht vollkommen selbstständig arbeiten, sondern müssen von CNC-Fachkräften bedient werden. Eine CNC-Fachkraft hat mehrere Aufgaben und sollte gut ausgebildet sein. Sie muss zunächst in der Lage sein, das Programm für die Maschine zu schreiben, damit diese weiß, was sie zu tun hat. Als nächstes muss das Werkstück ordnungsgemäß eingespannt werden, damit es sich während der Bearbeitung nicht ungewollt bewegen kann. Sind alle Vorbereitungen getroffen, kann der Arbeitsvorgang gestartet werden. Während dessen muss die CNC-Fachkraft allerdings stets wachsam bleiben und bei möglichen Problemen reagieren. Anschließend wird das fertige Werkstück kontrolliert und bei Bedarf das nächste vorbereitet. Bereits kleine Fehler in diesem Ablauf können große Auswirkungen auf das Ergebnis haben, da die Anforderungen an heutige Werkstücke penibel genau sind. Spannt die CNC-Fachkraft das Werkstück um wenige Millimeter falsch ein, kann dieses unbrauchbar sein und somit unnötige Kosten verursachen.


17. Januar 2012
Franziska Brandt
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